
In Folge #45 des bSD Talk spricht Gastgeber Cornelius Preidel mit Sebastian Grimm, Technischer Leiter bei der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE). Die BGE betreut besondere Orte: die Schachtanlage Asse, das gerade im Bau befindliche Endlager Konrad, das Endlager Morsleben mit seinen Schließungsprozessen. Zudem ist sie mit der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle betraut.
Die Anforderungen an den Betrieb dieser Bauwerke sind sehr speziell, und die Erstellung von Modellen ist teilweise schwierig. Hinzu kommen besondere geotechnische Gegebenheiten. Ein einmal erstelltes Bergwerkmodell würde nicht gleich bleiben, so Sebastian Grimm. Vielmehr bedarf es einer kontinuierlichen Prüfung und Bearbeitung, um schrittweise ein integriertes, dreidimensionales und verlässliches Grubenraummodell zu entwickeln. Trotz dieser Herausforderungen überwiegen die Vorteile der Digitalisierung: Modelle ermöglichen eine deutlich bessere Vorstellung der komplexen Anlagen und erlauben es, Sensorik und Bestandserfassung mit Echtzeitdaten zu verknüpfen. Auch für den langfristigen Betrieb erweisen sie sich als hilfreich.
Hauptaufgabe sei laut Sebastian Grimm gerade die Vereinheitlichung und Strukturierung der zahlreichen Daten aus vielen Liegenschaften. Technisch gebe es kaum Schwierigkeiten. Die Probleme seien meist menschlicher Natur.
Dabei helfe es, den großen Nutzen der Digitalisierung zu beleuchten und Building Information Modeling möglichst klein zu starten – etwa mit einem einfachen Projekt oder einer ersten Projektphase.

