
In Folge 42 des bSD Talks ist Michael Zibell, Leiter für Digitale Werkzeuge bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), zu Gast bei Prof. Dr.-Ing. Cornelius Preidel. In dem Gespräch gibt er Einblicke in das Immobilienmanagement einer der größten Liegenschaftsverwaltungen Deutschlands und erläutert unter anderem, welche Rolle BIM für den Bundesbau künftig spielen wird.
Die Anforderungen an die BImA wachsen stetig – nicht zuletzt durch die veränderte geopolitische Lage und den steigenden Bedarf an modernen Liegenschaften für Bundeswehr, Bundespolizei oder das Technische Hilfswerk. Umso wichtiger ist ein verlässlicher Überblick über den Zustand der Bestandsgebäude und eine fundierte, datenbasierte Entscheidungsgrundlage für Sanierung, Modernisierung und Betrieb.
Im Mittelpunkt des Gesprächs steht dabei die Frage, wie sich der Einsatz von BIM weiterentwickeln muss. Während der Fokus bislang vor allem auf Planung und Bau lag, rückt der Betrieb inzwischen immer stärker in den Vordergrund. Michael Zibell erklärt, warum es nicht darum geht, BIM flächendeckend um seiner selbst willen einzusetzen, sondern gezielt dort, wo digitale Methoden einen konkreten Mehrwert schaffen. Ebenso spricht er über die Bedeutung von Open-BIM, offene Standards wie IFC und IDS, den Umgang mit Bestandsdaten sowie die Herausforderungen eines erfolgreichen Change Managements.
Außerdem gibt Michael Zibell einen Ausblick auf den neuen BIM-Masterplan der BImA, dessen Veröffentlichung für Ende Juli 2026 vorgesehen ist.
Sein Fazit für das Gelingen von Bauprojekten: Der Projekterfolg muss im Mittelpunkt stehen. Dafür braucht es nach seiner Aussage eine enge Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand, Planenden, Ausführenden und Softwareanbietern, damit digitales und kollaboratives Arbeiten im Bauwesen zum selbstverständlichen Standard wird.
