
Virtuelles Bauamt in Baden-Württemberg: Stand der Einführung
Anfang Mai 2025 informierte das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen in einer Stellungnahme zu einer Anfrage der Grünen im Landtag über den aktuellen Stand des Virtuellen Bauamts (ViBa BW).
ViBa BW ist eine landesweit einheitliche Plattform für digitale Baugenehmigungen. Ein digitaler „Vorgangsraum“ bündelt alle Unterlagen an einem Ort. Die Plattform soll Abläufe beschleunigen und Verwaltungsprozesse effizienter gestalten.
Bereits 80 Prozent nutzen die Plattform
Laut Ministerium arbeiten rund 80 Prozent der Baurechtsbehörden im Land bereits mit ViBa BW. 202 von 208 Behörden haben sich für die Einführung entschieden.
Baugenehmigung mit BIM steht ganz am Anfang
Die Nutzung von BIM-Modellen in digitalen Baugenehmigungsverfahren steckt noch in der Konzeptphase. Aussagen darüber, wann BIM-basierte Bauanträge über ViBa BW möglich sein werden, lassen sich derzeit nicht treffen.
Mehr Tempo, weniger Aufwand
ViBa BW soll die Verfahren insbesondere bei Neubauten und Sanierungen spürbar erleichtern. Medienbrüche, Amtsgänge und Doppeleingaben entfallen. Auch die zentrale Datenhaltung spart Zeit. Genehmigungsänderungen können auf einer gemeinsamen Datengrundlage schneller erfolgen.
Zudem lassen sich Fachbehörden und weitere Beteiligte frühzeitig einbinden. Das hilft, Planungsfehler zu vermeiden, und reduziert Kosten.
Seit 2022 in der Erprobung
Seit November 2022 testen Pilotkommunen das System. Im Sommer 2024 startete eine Beta-Phase unter Realbedingungen.
Technisch basiert die Plattform auf einem System aus Mecklenburg-Vorpommern. Das System wurde nach dem Onlinezugangsgesetz und dem Einer-für-Alle-Prinzip (EfA) entwickelt.
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"In keinem Teil des Baugenehmigungsverfahrens wird mehr Papier verwendet". Interview mit Pekka Virkamäki, Justitiar im finnischen Umweltministerium. Pekka Virkamäki begleitet die dortige Einführung des IFC-basierten Bauantrags. Zum Interview.
