
Externe Evaluation bestätigt: Netzwerk der Mittelstand-Digital-Zentren wirkt
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat den ersten Zwischenbericht der externen Evaluation zum Förderschwerpunkt "Mittelstand-Digital" veröffentlicht. Der Bericht hat insbesondere das bundesweite Netzwerk der Mittelstand-Digital-Zentren untersucht, das kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei einer sicheren, nachhaltigen und praxisnahen Digitalisierung unterstützt.
Hohe Wirksamkeit – fast jedes zweite Unternehmen startet neue Digitalprojekte
Die Parlamentarische Staatssekretärin Gitta Connemann betont anlässlich der Veröffentlichung die Bedeutung des Netzwerks: "Das bundesweite Netzwerk der Mittelstand-Digital Zentren zeigt, wie Digitalisierung nachhaltig und sicher im eigenen Betrieb gelingt – kostenfrei, praxisnah und wirksam."
Laut Evaluation starten fast 50 Prozent der unterstützten Unternehmen nach der Zusammenarbeit neue Digitalisierungsmaßnahmen oder bauen bestehende Aktivitäten aus. Damit trägt die Initiative spürbar zur Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherheit des deutschen Mittelstands bei.
Wichtige Ergebnisse der Evaluation im Überblick
Die externe Evaluation zeigt ein durchweg positives Bild – und verdeutlicht gleichzeitig, wo weiterhin hoher Unterstützungsbedarf besteht:
• Hohe Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Angebote im gesamten Netzwerk.
• Trotz rund 340.000 Unternehmenskontakten seit 2021 bleibt der Bedarf groß, insbesondere bei Kleinst- und Kleinunternehmen – etwa bei Grundlagen der Digitalisierung, IT- und Cybersicherheit sowie Künstliche Intelligenz (KI).
• Einzigartige Positionierung: Kein anderes Programm bietet ein ähnlich breites, themen- und branchenspezifisches Unterstützungsportfolio.
• KMU und Partner wie Kammern oder Verbände schätzen die Zentren als anbieterneutrale, kostenfreie Anlaufstellen, an denen sie alle notwendigen Informationen und Unterstützungsschritte gebündelt finden.
• Die Zentren leisten einen maßgeblichen Beitrag zur Qualifizierung von Mitarbeitenden und wirken als Treiber des Kompetenzaufbaus.
• Bei fast jedem zweiten Unternehmen führen die Zentren zu digitalen Folgeinvestitionen oder neuen Projekten – von der Ideenfindung bis zur Technologieauswahl.
• Die Zusammenarbeit trägt nach Hochrechnungen zur Steigerung von Wettbewerbsfähigkeit, Umsätzen und Gewinnen in zahlreichen Unternehmen bei.
• Auch in puncto Nachhaltigkeit erzeugen die Zentren messbare Mehrwerte: effizienterer Ressourceneinsatz, verbesserte Arbeitsbedingungen und positive ökologische Effekte.
• Das Netzwerk schließt eine zentrale Lücke im regionalen Unterstützungssystem und stärkt die Vernetzung mit weiteren Digital- und Förderinitiativen.
Blick nach vorn: Empfehlungen fließen in neue Förderkulisse ab 2027 ein
Die Evaluation liefert Impulse für eine inhaltliche und strukturelle Weiterentwicklung des Netzwerks. Diese Empfehlungen werden in die Erarbeitung der neuen Förderkulisse einfließen, die ab 2027 unter dem Dach von „Mittelstand-Digital“ gestartet wird.
Über buildingSMART Deutschland innerhalb der Initiative "Mittelstand-Digital"
Der Förderschwerpunkt hat KMU über das bundesweite Netzwerk der Mittelstand-Digital Zentren sowie die Initiative „IT-Sicherheit in der Wirtschaft“ umfassend und kostenfrei bei der sicheren und nachhaltigen Digitalisierung unterstützt.
Auch buildingSMART Deutschland hat als Partner des Mittelstand-Digital Zentrums Bau aktiv zur Initiative beigetragen. Mit den entwickelten Transferformaten hat buildingSMART Deutschland gezielt kleine und mittlere Unternehmen der Bau- und Immobilienwirtschaft adressiert. Allein in den drei Jahren der letzten Förderperiode hat das Zentrum rund 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreicht und sie praxisnah zu digitalen und KI-gestützten Prozessen informiert.