
Digitaler Bauantrag: Bayern strebt flächendeckenden Rollout bis Ende 2026 an
Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung sowie die Länder Bayern und Hessen haben am 21. Januar 2026 einen neuen strategischen Ansatz zur Beschleunigung der Verwaltungsdigitalisierung vorgestellt. Ziel ist es, bestehende Online-Dienste durch die Beauftragung eines Generalunternehmers schneller und flächendeckend in die Kommunen zu bringen.
Für die Bauwirtschaft ist dabei insbesondere die bayerische Zusage relevant: Der Freistaat Bayern hat sich verpflichtet, die Online-Beantragung von Bauvorbescheiden und Baugenehmigungen bis Ende 2026 landesweit flächendeckend bereitzustellen.
Fokus auf Ende-zu-Ende-Verantwortung
Ein Generalunternehmer übernimmt künftig die technische Integration und das organisatorische Onboarding der Kommunen. Er übernimmt ebenfalls die Verantwortung für den gesamten Prozess bis zur tatsächlichen Betriebsfähigkeit. Bayerische und hessische Pilotkommunen lieferten im Vorfeld die notwendigen Erkenntnisse, um bürokratische Hürden zu identifizieren und den Rollout zu optimieren.
Der bayerische Digitalminister Dr. Fabian Mehring betont die strategische Bedeutung: Das Ziel sei das „Rathaus in der Hosentasche“, um durch die digitale Transformation dem demografischen Wandel und der Bürokratie entgegenzuwirken. Ab Sommer 2026 soll das Modell, das zunächst als Blaupause in Bayern und Hessen startet, auch für weitere Bundesländer geöffnet werden.