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Bundesforschungszentrum LAB – Living Art of Building kommt

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am 26. Juni 2024 Mittel in Höhe von 3,6 Millionen Euro für die weitere Planung und Errichtung des Bundesforschungszentrums LAB – Living Art of Building freigegeben. 

Im vergangenen Jahr hatte der Haushaltsausschuss beschlossen, dem Bauforschungszentrum für klimaneutrales und ressourceneffizientes Bauen in den kommenden fünf Jahren insgesamt 68,6 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Die Landkreise Bautzen und Görlitz haben zudem zugesagt, den Aufbau mit bis zu 450 Millionen Euro aus den Strukturwandelmitteln zu finanzieren. Weitere Bundesländer, darunter Thüringen und Brandenburg, haben ihr Interesse zur Mitarbeit und Beteiligung an der Finanzierung bekundet.

Das größte Forschungszentrum seiner Art

Nach der Aufbauphase sollen insgesamt rund 1.250 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in weltweit einmaligen Laboreinrichtungen forschen und entwickeln. Damit wäre das LAB das größte Forschungszentrum seiner Art. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Industrie sollen langfristig bis zu 40.000 Arbeitsplätze in und um das LAB herum entstehen.

Bauministerium legt Konzept vor

Die Freigabe durch den Haushaltsausschuss wurde nach Vorlage eines Konzeptes durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) getroffen. Im nächsten Schritt werden nun vorbereitende Untersuchungen zur Gründung des Zentrums durchgeführt, um die Basis für innovative Forschung und Entwicklung im Bereich des Bauens zu legen.

Das vom BMWSB vorgelegte Konzept umfasst Ansätze zur Forschung und zum Praxistransfer zur Nutzung umweltfreundlicher Baumaterialien, energieeffizienter Bauweisen und zirkulärer Wirtschaftsprinzipien. Das Konzept fördert zudem die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlichen Institutionen in mehreren Stufen.

„Gemessen an der volkswirtschaftlichen und gesamtgesellschaftlichen Bedeutung des Bauwesens sowie seiner Schlüsselrolle beim Einsparen von CO₂ investieren wir stark in die Bauforschung. Die Mittel in Höhe von zunächst 3,6 Millionen Euro sind ein wichtiger Schritt.”
Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen